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Formulierungshilfen: So klingt Ihre Bachelorarbeit professionell

Warum wissenschaftlicher Stil so wichtig ist

Wissenschaftlicher Schreibstil ist kein Selbstzweck. An vielen Hochschulen fließt die sprachliche Qualität mit 10 bis 15 Prozent in die Bewertung ein, oft unter Kriterien wie „Ausdrucksfähigkeit" oder „formale Korrektheit". In der Praxis bedeutet das: Wer unpräzise formuliert, verliert Punkte, bevor der Inhalt überhaupt gewürdigt wird. Das häufigste Problem, das ich in unserer Beratung sehe, ist ein Pendeln zwischen zwei Extremen. Einige Studierende schreiben zu umgangssprachlich, andere versuchen, besonders komplex zu klingen, und erzeugen dabei unlesbare Schachtelsätze. Beides signalisiert dem Gutachter: Hier fehlt die Routine im akademischen Schreiben.

Die goldene Mitte liegt in klaren, präzisen und gleichzeitig formalen Formulierungen. Bestimmte Wörter funktionieren dabei wie rote Flaggen: „man", „natürlich", „halt" oder „irgendwie" gehören in keine wissenschaftliche Arbeit. Sie wirken vage und subjektiv. Gute Formulierungen hingegen zeigen Kompetenz, noch bevor der Leser Ihre Argumentation inhaltlich prüft. Wenn ein Gutachter die ersten zwei Seiten liest und sofort merkt, dass hier jemand den akademischen Ton beherrscht, entsteht ein positiver Gesamteindruck, der sich durch die gesamte Bewertung zieht. Das Repertoire an professionellen Wendungen lässt sich gezielt aufbauen, und genau darum geht es in diesem Video.

Formulierungen für jeden Abschnitt

Jeder Abschnitt einer wissenschaftlichen Arbeit hat seine eigene sprachliche Logik. In der Einleitung führen Sie in Ihr Thema ein: „Die vorliegende Arbeit untersucht...", „Ziel dieser Arbeit ist es, ..." oder „Vor diesem Hintergrund widmet sich die Untersuchung der Frage, ...". Im Theorieteil referieren Sie Forschungsstände: „Laut Müller (2023) ...", „Im Kontrast dazu argumentiert Schmidt (2022), dass ..." oder „Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die bisherige Forschung ...". In der Methodik beschreiben Sie Ihr Vorgehen: „Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt" oder „Die Datenerhebung erfolgte mittels leitfadengestützter Interviews".

Für Ergebnisse und Diskussion eignen sich Formulierungen wie „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ...", „Auffällig ist, dass ..." oder „Im Vergleich zu den Befunden von Weber (2021) zeigt sich ...". Im Fazit greifen Sie den Bogen auf: „Zusammenfassend konnte gezeigt werden, dass ..." oder „Aus den Ergebnissen lassen sich folgende Implikationen ableiten". Wer sich ein Repertoire von 15 bis 20 solcher Standardphrasen aneignet, schreibt messbar schneller. Statt bei jedem Absatz neu zu überlegen, wie Sie einen Gedanken einleiten, greifen Sie auf bewährte Strukturen zurück und können sich voll auf den Inhalt konzentrieren.

Häufige Stilfehler und wie Sie sie vermeiden

Vier Stilfehler begegnen mir in der Praxis immer wieder. Erstens: übertriebener Nominalstil. Sätze wie „Die Durchführung der Analyse der erhobenen Daten ergab eine Bestätigung der Hypothese" sind grammatisch korrekt, aber kaum lesbar. Besser: „Die Datenanalyse bestätigte die Hypothese." Zweitens: durchgängiges Passiv. Eine Arbeit, in der jeder Satz mit „Es wurde festgestellt" oder „Es konnte gezeigt werden" beginnt, ermüdet den Leser. Passiv ist in Maßen angemessen, doch aktive Konstruktionen bringen Klarheit. Drittens: Füllwörter wie „eigentlich", „grundsätzlich", „gewissermaßen" oder „quasi", die keinen Informationsgehalt haben und den Text aufblähen. Viertens: inkonsistentes Tempus, etwa ein Wechsel zwischen Präsens und Präteritum innerhalb desselben Abschnitts.

Ein einfacher, aber wirkungsvoller Tipp: Lesen Sie Ihre Sätze laut vor. Was sich holprig anhört, liest sich auch holprig. Im Video zeige ich Ihnen konkrete Vorher-Nachher-Beispiele, bei denen aus schwerfälligen Formulierungen präzise, gut lesbare Sätze werden. Dieser Vorher-Nachher-Ansatz eignet sich auch hervorragend für Ihre eigene Überarbeitung: Markieren Sie beim Korrekturlesen jeden Satz, der länger als drei Zeilen ist, und versuchen Sie, ihn in zwei kürzere Sätze aufzuteilen. Die vollständige Sammlung aller Formulierungshilfen, sortiert nach Abschnitt und Anwendungsfall, finden Sie im ausführlichen Blog-Artikel.

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Im ausführlichen Blog-Artikel finden Sie die komplette Sammlung: Formulierungen für jeden Abschnitt, Vorher-Nachher-Beispiele und Checklisten für den wissenschaftlichen Stil.

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Was unsere Kunden sagen

4.94Proven Expert
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30. Mai 2026
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Kurz: ich hatte ein Problem das mich nachts wach gehalten hat und das Problem ist gelöst. Warum genau ich in der Lage war so weit zu kommen ist nicht relevant und auch nicht das wa...
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25. Mai 2026
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Nur die statistische Auswertung in Anspruch genommen weil ich mit der Software nicht klar kam. Den Rest selbst gemacht. Es wurde mir auch erklärt was warum gerechnet wurde, sodass ...
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19. Mai 2026
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Mein Deutsch ist gut für den Alltag aber für eine wissenschaftliche Arbeit reicht das nicht ganz. Ich habe Unterstützung beim Sprachlichen genommen, der Inhalt ist von mir. Es wurd...

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